Seminare der Ersten Deutschen Bäckerfachschule

Das Seminarprogramm für das kommende Jahr 2016 steht fest. Alle Veranstaltungen der Fachschule Olpe lassen sich hier einsehen und buchen.

 


Nun ist es passiert! Oder: Wann kommt der „Dexit“?

Kommentar von Trond Patzphal

Großbritannien ist aus der Europäischen Gemeinschaft ausgetreten und wir sollten jetzt nicht den Fehler begehen, die Briten bestrafen zu wollen. Eigentlich haben Sie etwas vollzogen, was viele von uns auch wollen: Wir wollen weniger EU-Bürokratie aber durchaus mehr Europa und Völkerverständigung. Wir wollen im Übrigen auch kein Welthandelsabkommen TTIP und CETA. Wir wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel, auch nicht durch irgendeine kanadische oder amerikanische Hintertür! Wir wollen generell weniger Bürokratie, auch weniger deutsche Bürokratie, bei der dann gerne gesagt wird „kommt aus Brüssel, müssen wir machen“, was aber in Wirklichkeit aus deutschen Beamtenhirnen kommt. Jeder der einen Fuhrpark verantwortet (wir auch) wurde in den vergangenen Wochen wegen der so genannten „UVV Fuhrpark“ (mind. jährliche Kontrolle der KFZ) angeschrieben, was letztlich zur Folge hat, dass wir jetzt für Firmenfahrzeuge jedes Jahr eine TÜV-nahe Prüfung vorzunehmen haben – wohl dem, der einen KFZ-Meister in seiner Belegschaft hat. Das macht die Autos nicht sicherer, sicherer werden aber die Einnahmen der Dienstleister, die uns für die UVV jetzt die Kontrollrechnungen schreiben.
Salz- und Zuckerreduktion werden in Brüssel promotet und damit wird dem Bäckerhandwerk das Leben schwer gemacht. Staatliche Kontrollen, die von uns zu zahlen sind, sind eine Unverschämtheit. Der Austritt der Briten ist ein Weckruf für Frau Merkel. Die nächsten Austritte aus der EU sind absehbar, die Niederlande und die Franzosen werden den Briten folgen. Ich frage mich, wer soll denn dann die Polen und Neu-EU-Mitglieder im Osten finanzieren – der deutsche Steuerzahler? Die EU ist ein bürokratisches Monster, alleine der regelmäßige Umzug des Parlaments von Brüssel nach Straßburg kostet ein Vermögen. Aber die EU war ja schon immer gut als „Versorgungsstation“ für Politikrentner. Die EU war immer industriefreundlich, aber nie handwerksnah oder verstand Familienunternehmen. Viele Gesetzentwürfe, die heute gelten, wurden in Brüssel von Industrielobbyisten vorformuliert. Da wird das Handwerk pseudomäßig einbezogen, hat aber überhaupt keine Gestaltungsmöglichkeit. Wir werden bei den Bundestagswahlen im kommenden Jahr erleben, dass auch die Deutschen wieder mehr Kontrolle über ihr eigenes Land übernehmen möchten. Die „Dexit“-Kampagne wird gerade von der AfD vorgeschrieben und wir können ja mal bei unseren „Buchmachern“ wetten, ob die AfD mehr oder weniger als 20 Prozent der Wählerstimmen erobert, oder ob die Sozialdemokraten unter 15 Prozent landen. Die Grünen machen sich durch das Abschiebeveto von unberechtigt in Deutschland lebenden Ausländern unmöglich, auch hier wird der Preis an der Wahlurne entrichtet. Wir werden erleben, dass der Austritt der Briten erst mal zu gar nichts führt, schon gar nicht zu Strafzöllen für in Großbritannien hergestellte Waren. Einreisekontrollen in das Nicht-Schengen-Mitglied Großbritannien hatten sich schon in den vergangenen Jahren verschärft. Vielleicht müssen wir einfach nur lernen, neu zu denken und bisher Undenkbares für möglich zu halten. Also mehr Europa und Völkerpartnerschaft, aber weniger EU!


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Die aktuelle Artisan • Ausgabe 2/2016

In der aktuellen Artisan 2/2016 lesen Sie unter anderem...

... wie sich die Sauerteigmenge auf die Verarbeitungseigenschaften der Urgetreide Dinkel, Einkorn und Emmer auswirkt.

...wie die aus Südamerika stammenden Chia-Samen Gebäcke nicht nur ernährungsphysiologisch aufwerten, sondern auch die Gebäckqualität verbessern können.

...wie eine Bäckerei von einer eigenen Mühle profitiert. Ein sehenswertes Beispiel ist die Hausbäckerei E.Knapp & R.Wenig mit der Hofbräuhaus-Kunstmühle im Zentrum von München. Inhaber Stefan Blum hat die Bäckerei 2010 eröffnet und bewusst auf dem technischen Stand von 1960 eingerichtet.

... wie man sich als handwerkliche Bäckerei wie die Bäckerei Fonk aus dem belgischen St. Vith durch die Verarbeitung von natürlichen und regionalen Rohstoffen erfolgreich einen Namen macht.

Die nächste Artisan, Ausgabe 3/2016, erscheint im September 2016.

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Lernen Sie die Bäckerwelt kennen!

Die Bäckerwelt ist die regionale Zeitschrift für das deutsche Bäckerhandwerk.

Wir berichten aus den Innungen und Regionen, stellen interessante Betriebe und Konzepte von Innungsbäckern vor und begleiten das deutsche Bäckerhandwerk in den jeweiligen Landes-Innungsverbänden. Nah am Handwerk und seinen Organisationen zeigt die Bäckerwelt die ganze Vielfalt des deutschen Bäckerhandwerks von Nord bis Süd, von Ost bis West.

Die Bäckerwelt erscheint monatlich im Rahmen der Bäcker Zeitung. Hier können Sie eine Probeausgabe der Bäckerwelt lesen: Download (PDF)


Der Verlag. Das Programm.

Unternehmer stellen ganz besondere Anforderungen an ihre Zeitschriften, Bücher und Weiterbildungsangebote. Sie verlangen kompetente, zielgruppengenaue Informationen von hohem Nutzwert in lesefreundlicher und attraktiver Aufmachung. Diesem Anspruch werden die Fachpublikationen der INGER Verlagsgesellschaft gerecht: Wir unterstützen Unternehmerinnen und Unternehmer der Branchen Bäckerhandwerk, Backindustrie, Biohandel und kaffeegeprägte Gastronomie mit einem umfangreichen Medienangebot, das genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Hier können Sie sich über unseren Verlag, seine Geschichte und sein Programm informieren (PDF, 3.0 MB)

INGER Seminare

Ergänzend zu unseren Fachzeitschriften bieten wir interessante Seminartage zu aktuellen Themen an. Die derzeitigen Termine und Anmeldeformulare finden Sie hier.


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