Ich wüßte gerne...

Ich möchte meine Gebäcke mit Honig süßen. Welche Handelsarten gibt es beim Honig und worin unterscheiden sie sich?

Bei den meisten Rezepturen ist Zucker problemlos durch Honig ersetzbar, der im Vergleich rund ein Viertel weniger Kalorien hat. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Wassergehalt von Honig ca. 20-23% beträgt, die Schüttflüssigkeit also entsprechend zu reduzieren ist. Eine weiße Schicht auf dem Honig oder eisblumenähnlichen Gebilde an den Seiten mancher Gläser sind übrigens Zeichen besonderer Qualität, denn sie bilden sich nur bei besonders wasserarmen Honigen. In Rezepturen für Honiggebäcke ist die Zugabemenge oft eine Mindestangabe und gleich auf die Trockensubstanz des Honigs bezogen.

Der Honig wird in vier verschiedene Handelsarten unterteilt: Speisehonig, Backhonig, Blütenhonig und Honigtauhonig. Speisehonig ist die höchste Qualitätsstufe und unmittelbar zum Verzehr geeignet. Nicht ganz so vollwertig ist der Backhonig, der deshalb nur beim Backen und Kochen zum Einsatz kommen darf.

Für Blüten- bzw. Nektarhonige sammeln Bienen den Nektar von Blüten, Blattstielen und Pflanzenstengeln.

Honigtauhonig stammt von Insekten, z.B. Rinden- oder Schildläusen. Um sich zu ernähren, saugen sie Pflanzensaft aus Bäumen wie Linden oder Tannen. Dieser Pflanzensaft wird als kohlenhydratreicher Honigtau ausgeschieden und anschließend von Bienen und Ameisen gesammelt. Honigtauhonig enthält wesentlich mehr Mineralstoffe als Blüten- bzw. Nektarhonig.

Meist sammeln Bienen den Nektar von einer Vielzahl von Pflanzen, daher variieren Geschmack und Aussehen des Honigs entsprechend.

Stammt Honig aus einem abgegrenzten Gebiet oder überwiegend von einer bestimmten Pflanze, darf er mit einem entsprechenden Namen ausgezeichnet werden.

So enthält der aromatische Bergblüten-Honig z.B. Nektar, der von Höhenlagen und Hochebenen stammt.

Der vollmundige Eichenwald-Honig: ist dagegen ein kräftiger Honigtau-Honig von spanischen Korkeichen.

Akazien-Honig stammt von der Scheinakazie, der Robinie, und Heide-Honig enthält den Nektar der Besenheide, die an der gesamten Europäischen Atlantik-Küste wächst.

Lindenblütenhonig: stammt ausschließlich von Lindenblüten.

Ich möchte den Begriff "Teegebäck" gern wörtlich nehmen. Haben Sie ein entsprechendes Rezept für mich, das Tee als Zutat enthält?

Eine Gebäck-Idee sind Ostfriesische Teekrem-Schnitten.

Die Teekrem besteht aus:

 750 g Milch
 150 g Zucker
  75 g Krempulver
   2   Eigelb
 250 g Sahne
   4   Beutel Tee
       Prise Salz

Für die Krem Milch, Zucker und Salz aufkochen. Die Teebeutel ca. 5 Min. in der Flüssigkeit ziehen lassen. Krempulver, Eigelb und Sahne glattrühren und unter die erneut kochende Milch rühren. Dann zur Krem abziehen.

Zur Herstellung der Schnitten ein Stück Blätterteig zu einer 2 mm dicken Platte ausrollen, stippen und abbacken. Die Platte dann in zwei Streifen von 20 x 45 cm schneiden. Den ersten Streifen aprikotieren und mit Fondant glasieren, anschließend in 5x10 cm große Stücke einteilen, schneiden und ggf. mit einem Dekor versehen. Den zweiten Streifen in ein Schnittenblech legen, die Teekrem darauf verteilen, dann den vorgeschnittenen Deckel auflegen und die Schnitten kühl stellen.

Ich würde meine Sahneschnitten als Hingucker gerne mit kandierten Blütenblättern verzieren. Wie kann ich diese selbst herstellen?

Blumen mit essbaren Blütenblättern sind z.B. Rosen, Veilchen oder Fresien. Während Veilchenblüten als Ganzes kandiert werden, zupft man bei den anderen Blüten nur die Blätter ab. Um die Blätter haltbar zu machen, bestreicht man sie mit einer Gummilösung, die aus einem Teil Gummiarabikum-Pulver und zwei Teilen Rosenwasser besteht. Dann kommen die Blätter auf einen mit Zucker bestreuten Teller und werden mit Zucker abgesiebt. Anschließend legt man die Blätter auf ein Kuchengitter, und stellt dieses für 2-4 Stunden in den sehr schwach erwärmten Backofen. Dabei die Blätter stündlich wenden, damit sie gleichmäßig trocknen. Alternativ dazu kann man sie auch etwa 3 Tage lang in Heizungsnähe trocknen lassen.

Ich möchte gerne einen mürb-zarten Streusel in gleichmäßiger Körnung herstellen. Mein bisheriges Rezept liefert aber nicht das gewünschte Ergebnis. Meine Rezeptur lautet: 1.000 g Weizenmehl, Type 550 430 g Backmargarine 500 g Zucker 65 g Milch 6 g Backpulver Salz, Zitrone, Vanille

Ihre Rezeptur enthält einen relativ geringen Fettanteil, darum neigt der Streusel beim Backen zum Hartwerden und trocknet beim Lagern schneller aus. Die Zugabe von Milch und Backpulver kann das fehlende Fett nämlich nicht ersetzen. Allerdings darf der Fettanteil auch nicht zu hoch sein, sonst läuft der Streusel breit. Für eine gleichmäßige Körnung empfiehlt es sich den Streusel durch ein grobmaschiges Sieb mit ca. 5 mm Maschenabstand zu drücken.

Für mürb-zarten Streusel empfehlen wir das folgende Rezept:

 1.000 g Weizenmehl, Type 550
   650 g Backmargarine
   750 g Zucker
         Salz, Aromen, evtl. Zimt

Für einen optimalen Gesundheits- und Arbeitsschutz möchte ich ein Erste-Hilfe-Merkblatt für Brandverletzungen erstellen. Welche Maßnahmen sind empfehlenswert?

Die richtigen Sofortmaßnahmen sind entscheidend für den Verlauf einer Brandverletzung. Zuerst sollte man die Hitzeeinwirkung so schnell wie möglich stoppen, und Atmung und Herzschlag des Verletzten kontrollieren. Es reicht es aber nicht aus nur die Wärmequelle zu entfernen, es sollte unbedingt sofort zusätzlich gekühlt werden, am besten durch kaltes Wasser. Eine solche Kühlung ist bis zu 30 Min. nach der Verbrennung noch wirksam und sollte etwa 15 Min. andauern. Meist sind die Schmerzen dann abgeklungen. Danach sind ggf. nicht fest anhaftende Kleidungsstücke zu entfernen und die Brandwunden mit sauberen Tüchern abzudecken, dabei aber keinesfalls Öl, Salbe oder Puder auftragen. Anschließend einen Arzt benachrichtigen, oder den Verletzten ins nächste Krankenhaus bringen.

Ist der Verletzte bei Bewusstsein und klagt nicht über Übelkeit, sollte er in der ersten Stunde nach dem Unfall einen halben bis einen Liter Flüssigkeit trinken. Bewährt haben sich Fruchtsäfte oder Wasser, in das pro Liter ein Teelöffel Salz oder besser ein Esslöffel essigsaures Natron eingerührt wurde.